Der Rheintaler Binnenkanal (RBK) wurde im Zuge der Rheinkorrektion zwischen 1894 und 1906 erstellt. Er nimmt das Wasser zahlreicher Seitengewässer auf, die früher über die Rheintalebene in den Rhein entwässerten. Der heutige Zweckverband Rheintaler Binnenkanal besteht aus zwölf Gemeinden von Sennwald bis St. Margrethen.

Vom Kanton an die Gemeinden
Während früher der Kanton St. Gallen das Gewässer verwaltete,  wurde 1988 der Unterhalt des Binnenkanals an diese Gemeinden übertragen. Das so entstandene Rheintaler Binnenkanalunternehmen wurde dann zehn Jahre später aus rechtlichen Gründen in einen Zweckverband, den Zweckverband Rheintaler Binnenkanalunternehmen, überführt. 

Unterhalt, Ausbau und Bewirtschaftung
Der Zweck des Verbandes ist die Durchführung des Unterhalts und des Ausbaus der Gewässer (Rheintaler Binnenkanal und Zapfenbach), ebenso die Bewirtschaftung und Verwaltung des Grundeigentums. Die Kostenaufteilung erfolgt gemäss einem besonderen Verteilschlüssel, der die Perimeterflächen, die Einwohnerzahlen und die Finanzkraft der Gemeinden mitberücksichtigt. Die Organe des Zweckverbands sind die Delegiertenversammlung, der Verwaltungsrat und die Kontrollstelle. 

Die Unterhaltsarbeiten am Kanal werden gemäss einer speziellen Vereinbarung durch das Rheinunternehmen ausgeführt. Ebenso ist dieses für das Pachtwesen des Zweckverbands mit den Landwirtschaftsbetrieben verantwortlich.