Weiterführende Untersuchungen, die für ein möglichst ausgereiftes Hochwasserschutz-Vorprojekt nötig waren, lassen den Zeitplan etwas nach hinten verschieben. So wurden u.a. ergänzende Baugrunduntersuchungen  durchgeführt. Mit diesen wurde die Machbarkeit der geplanten Sohlenabsenkung abgeklärt. Die Erkenntnis: Je nach Örtlichkeit ist eine Sohlenabsenkung gar nicht oder nur mit sehr grossem Aufwand zu realisieren. Auf der Basis dieser Untersuchungen und Beurteilungen hat der RBK-Verwaltungsrat entschieden, auf eine Sohlenabsenkung zur Erhöhung der Kapazität zu verzichten.

Abflussmenge definiert
Ein hoher Wasserspiegel im Rheintaler Binnenkanal hat einen grossen Einfluss auf die Siedlungsentwässerung von Windau, Au und dem Abwasserwerk Rosenbergsau. Abklärungen über das Ausmass des Einstaus, über mögliche Massnahmen zu dessen Verhinderung und deren Kosten haben nun die Abflussmenge definieren lassen. Mit einer Drosselmenge von 95 Kubikmetern Wasser pro Sekunde kann der Hochwasserschutz für die Siedlungsgebiete nördlich der "Drei Brücken" für ein Hundert-Jahr-Hochwasserereignis sichergestellt werden.

Retentionsraum beste Variante
Aufgrund dieser neuen Erkenntnisse wurden auch verschiedene ergänzende Abklärungen zur Rillisdammschleuse, zum Retentionsraum und zum Gerinne nördlich der "Drei Brücken" durchgeführt. Es hat sich gezeigt, dass die Schliessung der Rillisdammschleuse im Hochwasserfall keinen Einfluss auf die Wasserspiegellage in Widnau/Au hat, die bisher verfolgte Variante Retentionsraum die beste Lösung darstellt und im Gerinne nördlich der "Drei Brücken"  Massnahmen zur Erhöhung der Kapazität und der Sicherstellung des Freibords notwendig sind.

Rietstrasse als Damm
Da der Kanton die Rietstrasse sanieren möchte, wurde vom RBK-Verwaltungsrat gleichzeitig abgeklärt, ob mit entsprechenden Anpassungen nicht gleich diese Strasse als Damm verwendet werden könnte. Die Voraussetzungen dafür wurden positiv beurteilt und so wird mit einer Anhebung der Rietstrasse im Bereich "Drei Brücken" weiter geplant.